Dienstag, 17. Mai 2011

17. Mai: Norwegens Nationalfeiertag

Der heimliche Nationalsport der Norweger ist nicht eine Wintersportart sondern das wiederholte Anmalen ihrer Holzhaeuser (ca. alle 6 Jahre). Im Weissenstein gibt es ja auch den Quartiersport des Fensterlaedenoelens. In den groessren Staedten betreiben sie ihren Sport nicht mehr, da dort Holzhaeuser nach mehreren katastrophalen Braenden verboten wurden.
Wenn die Norweger im Altag so geduldig sind wie im Strassenverkehr (kein Ueberholen des Veloelers wenn ein Fahrzeug entgegen kommt), dann laesst sich hier ruhig und angenehm leben.
Patriotisch sind sie sicher, heute wie auch an Sonntagen tragen viele Frauen Trachten und die ganze Familie ist rausgeputzt wie bei uns vor 50 Jahren. Die vielen Kinder hier (hoechste Geburtenrate Europas) fallen auf, hohe Kindergelder haben doch ihre Wirkung
Von den Sprechenden verstehe ich ueberhaupt nichts, in der Schriftsprache erkennt man alle die Lehnwoerter. Norweger unter 40 kann man auf Englisch ansprechen und erhaelt eine Antwort.
An Industrie habe ich Werften, Fischzucht und Fischverarbeitung und Anlagen der Petroindustrie gesehen.
Erstaunlich ist die Verkehrsinfrastruktur bei dieser niedrigen Bevoelkerungsdichte.
Als Tourist in einem fremden Land hat man vor dem Nationalfeiertag sicher nichts eingekauf. In Aure bin ich dann doch noch in einer Festgemeinde zu einem Mittagessen gekommen: Oksesmaestek, hat nichts mit einem Ochsen oder einem Steak zu tun und wird mit nordischen Umlauten geschrieben, war Rindsragout mit Kartoffeln und Erbsenpuree, also was Bodenstaendiges. Ein Klippfisch waere mir auch recht gewesen. Dazu, welche Sensation, gab es richtiges Bier.

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